Beratung & Palliativkurse

                                              

MediAcion

Jochen Becker-Ebel

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MediAcion in der (Fach)Presse

  • Hospiz:Bildung unser Partner in den Palliativkursen in Niedersachsen: Video
  • Mangalorean, 30.06.2015: German Dr Jochen Becker - the King of Palliative Care brings his Service to the City
  • NWZOnline Bericht vom 10.7.2013 zum Kurs für Palliativmediziner in Westerstede
  • Veranstaltung „ Vergiss mein nicht“ am 10. 06.2013 mehr: 

  • Hamburger Klönschnack November 2012 mehr:
  • Pflege Schwerstkranker mit Herz
  • isi - Institut für soziale Interaktion, 15.-17. Oktober 2010 mehr:
  • Fachzeitschrift: Altenheim 03/2009

Palliativkompetenz und Hospizkultur

Das DRK Niedersachsen etabliert mit Projektwerkstätten in seinen Heimen Hospizkultur. Die Projekte basieren auf Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz.

In manchen Pflegeheimen versterben bis zu 60 Prozent der Bewohner binnen eines Jahres. Das zeigt, wie wichtig hier eine gute Hospizkultur sowie Palliativkompetenzen sind. Der niedersächsische Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes startete deswegen im Jahr 2006 das Projekt "Palliativkompetenz und Hospizkultur in Pflegeeinrichtungen des DRK in Niedersachsen". Im Sommer 2009 wird es offiziell beendet sein, positive Ergebnisse zeigen sich aber bereits seit einiger Zeit. Deswegen begannen bereits 2008 drei weitere Projekte. "Der hauptsächliche Nutzen liegt in der deutlichen Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation. Ferner werden eine positive Öffentlichkeit und eine Profilierung der Einrichtungen im Bereich Palliativbetreuung wahrgenommen. Die erreichte bessere Ablaufstrukturierung wirkt zeit- und nervensparend und ist somit kostensenkend", sagt die Projektbeauftragte des DRK, Brunhilde Brandes. "Und im Rahmen des neuen § 37 b SGB V ergeben sich sehr wahrscheinlich interessante zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten". Als Altenhilfe-Fachreferentin des DRK-Niedersachsen ist Brandes für die qualitativ einheitliche Arbeit der Heime verantwortlich, für die regionale Vernetzung der Häuser und für die Fortsetzung der Arbeit nach dem Ende der eigentlichen Projektphase.

Zusätzliche Gelder durch § 37 b SGB V denkbar

Alle Palliativprojekte stützen sich auf das Werkzeug "Projektswerkstatt Implementierung" (PWI) und auf die "Empfehlungen und Indikatoren für Palliativkompetenz in Alten- und Pflegeheimen" der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, die Laufzeit beträgt jeweils etwa zwei Jahre. In diesem Zeitraum sollen die Heime ihre Palliativ- und Hospizkultur analysieren, verstärken und ergänzen. Die Projektwerkstatt vermittelt den Teilnehmern die nötigen Projektmanagement-Kenntnisse und Materialien. Leiter der PWI ist Dr. Jochen Steurer von der Firma MediAcion (Hamburg). Steurer beschreibt die Erfolge so: "Die Wertschätzung für das eigene berufliche Handeln hat sich erhöht." Teilnehmer berichteten, das Palliativprojekt helfe ihnen besser zu pflegen, sich besser zu vernetzen und innerhalb des Hauses zu kooperieren. Die Heime erarbeiten in Arbeitsgruppen eigene Standards und Leitlinien für von ihnen selbst gewählte Themen. Hilfestellungen geben ihnen Kursmaterialien sowie regelmäßige Beratungstreffen. Die Intention der treffen: Supervidieren (Coaching) der laufenden Prozesse und Vermittlung zusätzlicher inhaltlicher Impulse für die Gestaltung einer Palliativkultur vor Ort.

Maßnahmen und Ziele werden oft verwechselt

"Viele Mitarbeiter neigen z. B. dazu, sich in der anfänglichen Euphorie des Aufbruchs durch zu viele Veranstaltungen zu übernehmen", erläutert Jochen Steurer den Sinn der Treffen. Daneben würden oftmals zu große Arbeitsgruppen gebildet. "Besser sind mehrere Untergruppen zu Teilthemen". Als ein Defizit auf Leitungsebene nennt Steurer, dass häufig Maßnahmen und Ziele verwechselt würden. "Pflegedienstleitungen sind es oft nicht gewohnt mit Zielen zu arbeiten, sie stellen die Maßnahmen zu sehr in den Mittelpunkt. Es geht aber nicht darum, möglichst viele Maßnahmen umzusetzen". Die Teilnehmer des ersten Projekts kamen aus zwölf niedersächsischen Pflegeheimen. Jede Einrichtung entsandte je eine Leitungskraft (Heimleitung, Pflegedienstleitung oder stellvertretende Pflegedienstleitung) als Projektleitung und eine (Palliativ-) Pflegekraft. Basis der PWI war eine fünftägige Fortbildung, die die Grundlagen des Projektmanagements vermittelte. Genauso wird es in den Folgeprojekten gehandhabt. Am Ende der Projekte bekommt jede Pflegeeinrichtung eine Teilnahmebescheinigung, wenn zwei Personen die PWI mit Zertifikat abgeschlossen haben und zumindest eine Person einen Palliative Care Basiskurs (160 Stunden) absolviert hat. Brunhilde Brandes schreibt diesen Kursen eine hohe Bedeutung zu: "Sie entsprechen den Voraussetzungen nach § 39 a Abs., 1 und 2 und § 37 b Abs. 1 und 2 SGB V (stationäre Hospizpflege, ambulante Hospizarbeit, ambulante spezialisierte Palliativpflege und spezialisierte Palliativpflege im Heim). Sie bieten den gleichen Standard wie die Palliativkurse für Hospize und Palliativstationen, wenden jedoch dieses Wissen auf den alten, oft dementen Bewohner in stationären Altenhilfeeinrichtungen an. Und sie können uns neue Tätigkeits- und Finanzierungsfelder eröffnen."

Sigrid Daneke > Informationen zum Instrument "Projektwerkstatt Implementierung" und zu den spezifischen Palliativkursen im Internet unter www.mediacion.de sowie www.palliativkurse.de

  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften PDF

 

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